Temperofen
Ein Temperofen ist ein unverzichtbares Gerät in der Wärmebehandlung von Metallen, technischen Bauteilen und Werkstoffen, bei denen kontrollierte Nachwärmeprozesse entscheidend sind. Durch präzise Temperaturführung wird ein Temperofen genutzt, um Spannungen abzubauen, Materialeigenschaften zu stabilisieren und die Zähigkeit sowie Dauerfestigkeit zu optimieren.
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SNOL 2200/750


SNOL 2200/1200
Er kommt sowohl in der industriellen Fertigung als auch in Laboren, Forschungszentren und Qualitätssicherungsabteilungen zum Einsatz. Unsere Temperöfen sind für hohe Zuverlässigkeit, gleichmäßige Wärmeverteilung und energieeffiziente Betriebsweise ausgelegt – ideal für anspruchsvolle Prozesse, bei denen reproduzierbare Ergebnisse zwingend notwendig sind.
Was ist ein Temperofen und wie funktioniert er?
Ein Temperofen ist ein Wärmebehandlungsgerät, das speziell für Temperaturen im niedrigen bis mittleren Temperaturbereich entwickelt wurde. Er dient dazu, metallische Werkstoffe nach dem Härten oder anderen thermischen Behandlungen gezielt zu entspannen oder die Mikrostruktur zu beeinflussen.
Das Tempern erfolgt typischerweise bei 150°C bis 650°C, je nach Material:
-
150–250°C: Spannungsarmglühen, leichte Strukturberuhigung
-
250–450°C: Erhöhte Zähigkeit und Duktilität
-
450–650°C: Stabilisierung von Werkzeugstahl oder legierten Stählen
Der Prozess verhindert Sprödbruch, reduziert innere Spannungen und sorgt für eine stabile Werkstoffeigenschaft im späteren Einsatz.
Einsatzbereiche eines Temperofens
Tempern von gehärtetem Stahl
Nach dem Härten entsteht eine martensitische Struktur, die zwar hart, aber spröde ist. Ein gezieltes Tempern macht das Material deutlich widerstandsfähiger.
Spannungsarmglühen
Mechanisch bearbeitete oder geschweißte Bauteile enthalten oft innere Spannungen. Temperöfen helfen, diese kontrolliert abzubauen.
Wärmebehandlung von Werkzeugstählen
Für Messer, Presswerkzeuge, Schneideinsätze und Präzisionsbauteile ist Tempern ein essenzieller Prozess.
Stabilisierung von Bauteilen vor der Endbearbeitung
Vor dem Schleifen, Polieren oder Beschichten wird das Material temperiert, um Maße und Form langfristig zu stabilisieren.
Laborprüfprozesse
Temperöfen sind Standardgeräte in metallurgischen Laboren, Materialforschung und Qualitätssicherung.
Technische Vorteile moderner Temperöfen
Exakte Temperaturregelung
Digitale Steuergeräte ermöglichen:
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präzise Temperatureinstellungen
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Rampensteuerung
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Haltezeiten
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mehrstufige Programme
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reproduzierbare Wärmezyklen
Diese Genauigkeit ist entscheidend für stabile, gleichbleibende Behandlungsergebnisse.
Homogene Wärmeverteilung
Durch optimierte Kammerkonstruktion und hochwertige Isolierung bleibt die Temperaturabweichung im gesamten Innenraum minimal.
Robuste Bauweise
Temperöfen sind für den industriellen Dauerbetrieb konzipiert:
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hitzebeständige Innenkammern
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langlebige Heizelemente
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wartungsfreundliche Konstruktion
Energieeffizienz
Durch moderne Isolierungen, optimierte Heizelemente und effiziente Hitzerückhaltung sinkt der Energieverbrauch deutlich.
Große Modellvielfalt
Vom kleinen Laborofen bis zum großvolumigen Industriegerät finden Sie für jeden Prozess die passende Größe.
Wie wählt man den richtigen Temperofen aus?
Temperaturbereich
Die meisten Temperprozesse finden zwischen 150°C und 650°C statt.
Für Werkzeugstahl oder Speziallegierungen können höhere Temperaturbereiche erforderlich sein.
Kammervolumen
Wählen Sie abhängig von Werkstückgröße und Chargenvolumen:
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20–60 Liter für Labor und kleine Bauteile
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100–300 Liter für Fertigung und Materialtests
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300+ Liter für industrielle Serienchargen
Luftführung
Die Wahl der Konvektion hat großen Einfluss auf Prozessqualität:
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Natürliche Luftzirkulation: geeignet für empfindliche Teile
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Umluftsysteme: schnellere und gleichmäßigere Wärmeübertragung
Steuerungssystem
Hochwertige Modelle verfügen über:
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digitale Mehrstufenprogramme
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Datenprotokollierung
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USB/Ethernet
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RS-485 oder Industriebus-Schnittstellen
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Industrie-4.0-Integration
Sicherheitsfunktionen
Typische Funktionen sind:
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Übertemperaturschutz
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Türkontaktsicherung
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Thermische Stoppbegrenzung
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Doppelte Temperaturkontrolle
Typische Anwendungen eines Temperofens
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Nachbehandlung gehärteter Stähle
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Spannungsarmglühen von geschweißten Bauteilen
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Vorbehandlung vor Schleifen oder Beschichten
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Wärmealterungsversuche
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Stabilisierung metallischer Strukturen
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Prüfung der Temperaturbeständigkeit
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thermische Konditionierung von Proben
Temperöfen sind besonders gefragt in:
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Metallindustrie
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Werkzeugherstellung
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Maschinenbau
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Luft- und Raumfahrttechnik
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Automobilindustrie
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Prüflaboren und Universitäten
Unser Sortiment an Temperöfen
Wir bieten ein breites Portfolio an Temperöfen:
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Temperaturbereiche: 150–650°C, Spezialmodelle bis 800°C
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Kammergrößen: 20–500 Liter
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Konvektion: statisch oder Umluft
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Varianten: Tischgeräte, Standgeräte, Großraumöfen
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Materialien: Edelstahlkammern, Faser-Isolierung, Keramikisolierung
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Optionen: Sichtfenster, Einlegeböden, Zusatzsensoren, Datenlogger
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Stromversorgung: 230V oder 400V
Auch kundenspezifische Lösungen sind verfügbar – ideal für besondere Produktionsprozesse, hochlegierte Stähle oder große Serienchargen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Temperöfen
Worin unterscheidet sich ein Temperofen von einem Härteofen?
Der Härteofen arbeitet bei deutlich höheren Temperaturen (bis 1300°C).
Der Temperofen dient der Nachbehandlung und Strukturentspannung bei niedrigeren Temperaturen.
Wie lange dauert ein typischer Temperprozess?
Je nach Material und Bauteilstärke dauert der Prozess zwischen 1 und 6 Stunden. Präzise Haltezeiten sind entscheidend.
Kann ein Temperofen auch zum Trocknen verwendet werden?
Ja, aber nur wenn keine Feuchtigkeit großen Einfluss auf die Bauteile hat. Für reine Trocknung sind Trockenöfen besser geeignet.
Welche Materialien werden temperiert?
Hauptsächlich Werk- und Werkzeugstähle, Legierungen, gehärtete Bauteile sowie Schweißkonstruktionen.
Sind Temperöfen für Dauerbetrieb geeignet?
Industrielle Modelle sind für täglichen, langanhaltenden Betrieb ausgelegt.
Kann ein Temperofen individualisiert werden?
Ja – von Kammergrößen über Steuerungen bis zu Prozessüberwachungssystemen.
Wie wird ein Temperofen gewartet?
Regelmäßig sollten Heizelemente, Dichtungen, Sensorik und die Innenkammer geprüft und gereinigt werden.